Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.


Antwort schreiben 
Hongjoong, Sohn des Taehran
Rekrut
Verfasser Nachricht
   07.10.2026, 07:55 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.10.2026 09:25 von Hongjoong.)
Beitrag #1
Zitat

Junior Member
**



Hongjoong, Sohn des Taehran
# Hongjoong, Sohn des Taehran # 26 Jahre # Halbvampir / Halbmedialer#
# Vampire | Black Dagger Brotherhood # Rekrut
# Personal facts
Name & Spitzname
Der Name den meine leibliche Mutter mir gab, lautet Hongjoong, Sohn des Taehran. Er bedeutet in etwa „das Zentrum der weiten Welt zu sein“. Zwar habe ich sie nie richtig kennengelernt, aber allein dieser Name verrät die Liebe, die sie für mich empfunden hat und an die sich ein tiefsitzender Teil von mir zu erinnern glaubt. Mein Bruder nennt mich oft liebevoll Joongie. Wenn er mich aber ärgern will, fallen seit meiner Wandlung auch so special creations wie Mini-Hong. Sehr witzig.

Geburtstag & Alter
Zur Welt kam ich am 21. Juni 2052. Offiziell gelte ich aber als Zwillingsbruder von San, womit wir unseren gemeinsamen Geburtstag am 10. Juli zusammen feiern. Ob nun also offiziell oder real, ich bin aktuell 26 Jahre alt.

Geburtsort & Wohnort
Wie mein Bruder, wurde ich in San Francisco geboren. Nachdem es dort aber zu gefährlich wurde, zogen wir ins Herzstück der Vampirgesellschaft. Caldwell, New York. Zu dem Zeitpunkt waren wir beide 6 Jahre alt, weswegen ich mich nur mäßig an Frisco erinnere.

Status
Das ist ein schwieriges Thema für mich. Als ältester Sohn meines Vaters - der im Rat der Glymera sitzt - hätte mir schon längst eine Vampirin versprochen sein sollen. Aber da niemand wusste ob ich überhaupt durch die Wandlung gehen würde und es für uns alle katastrophale Folgen hätte, sollte jemals rauskommen WAS ich wirklich bin, bin ich nach wie vor Single. Wenn auch seit ein paar Monaten genauso heiß begehrt bei den ungebundenen Vampirinnen der Glymera wie mein Bruder.
Das mein Herz dann ausgerechnet bei dem medialen Pfeilgardisten Hyunjin Kim anfängt verrückt zu spielen, wird mein Leben völlig auf den Kopf stellen.

Beruf
Rekrut der Bruderschaft der Black Dagger.

Rasse
Mein Vater ist ein Vampir von starker Blutlinie. Meine leibliche Mutter war eine Mediale. Eine Abtrünnige, mit mächtigen Fähigkeiten im Bereich der Medizin. Das macht mich automatisch zu einem Mischling, der weder etwas in der Glymera zu suchen hat, noch jemals hätte existieren dürfen, wenn man nach dem kalten Denken der Medialen geht.

Zugehörigkeit
Ich zähle mich selbst mit ganzem Herzen zur Gesellschaft der Vampire. Etwas anderes habe ich auch nie kennengelernt.
Davon abgesehen stehe ich loyal zu unserem König und der Bruderschaft der Black Dagger.

# Family Background

Mutter
» Name | Alter | Beruf | Stellung
Beschreibung der Beziehung

Vater
» Name | Alter | Beruf | Stellung
Beschreibung der Beziehung

Geschwister
» San, Sohn des Taehran | Halbbruder (offiziell mein zweieiiger Zwilling) | 26 Jahre | Rekrut der Black Dagger | Gründerfamilie der Glymera | Zweitgeborener
San ist der mit Abstand wichtigste Bezugspunkt in meinem Leben. Er ist mein Bruder, Coach und bester Freund in einem. Was nicht weiter verwunderlich ist. Wir haben die Kinder der anderen Familien der Glymera zwar nie abgelehnt, aber befreundet waren wir auch irgendwie mit niemandem. Und der Grund dafür war ich. San hat auf enge soziale Kontakte in unserer Gesellschaft verzichtet, nur damit das Geheimnis um meine Herkunft nicht zufällig ans Licht kommt. Er war und ist immer für mich da, egal um was es geht und auch wenn ich versuche ihm all diese Loyalität und Brüderlichkeit zurückzugeben, weiß ich im Grunde dass das was ich tue nie genug sein kann für all die Opfer und all den Halt, den er mit tagtäglich gibt.

Kinder
Keine

Sonstige Angehörige
» Name | Alter | Beruf | Stellung
Beschreibung der Beziehung

# That's me
Erscheinungsbild
Größe: 1,79 m
Gewicht: 68 kg
Haare: dunkler Ansatz, der meine natürliche Farbe zeigt. Der Rest ist seit ca. zwei Monaten leuchtend rot gefärbt
Augen: rosegold (von meinem Vater geerbt). Setze ich meine medialen Kräfte ein, färben sie sich jedoch komplett schwarz, was - sagen wir mal - saumäßig auffällig ist!
Körperbau: dynamisch, athletisch und trainiert, aber bei weitem nicht so massig wie die anderen Rekruten (das Erbe meiner Mutter). Leider ist das bei einem Vampir mit meiner Abstammung schon auffällig. Vor allem wenn man Sannie daneben setzt
Ausstrahlung: aufgeschlossen, freundlich und in den meisten Fällen souverän, würde ich sagen. Ich bin selbstbewusst und zeige das auch. Im Gegensatz zu meinem Bruder hängt mir aber eine unterschwellige Distanziertheit an, die man schnell falsch verstehen kann. Spätestens wenn es tiefer geht, fang ich an zu mauern und dann bekommt mein Gesicht lesbare Untertitel. Leider

Andere Gestalt
Besitze ich nicht.

Kleidungsstil
Da bin ich wandlungsfähig, je nach Situation. Für Veranstaltungen besitze ich natürlich maßgeschneiderte Anzüge. Im Alltag bin ich eher einfach unterwegs. Jeans, Shirts, Pullis, Sneakers oder Boots. Aber die schwarz-weiße Biker Lederjacke, die San mir nach meiner überstandenen Wandlung geschenkt hat, ist fast immer dabei. Das Ding hüte ich wie einen Schatz. Den Siegelring meiner Familie besitze ich dagegen zwar, trage ihn allerdings nur zu öffentlichen Anlässen, oder wenn ich mal wieder das dämliche Gefühl habe nirgendwo dazuzugehören

Merkmale
[*] seit ein paar Tagen trage ich mehrere Piercings, die dem ein oder anderen Snob in unseren Reihen sauer aufstoßen. Fun Fact, unser Vater gehört auch dazu. Ehrlich gesagt dachte ich, dass mich das bei der Wahl einer passenden Partie bei vielen Familien aus dem Rennen kegelt, nachdem die Anfragen plötzlich durch die Decke geschossen sind. Aber ob das wirklich fruchtet? Warten wir es ab. In Zahlen sind es jedenfalls 2 Ringe in der Unterlippe (mittig und linker Mundwinkel), 4 Stecker/Ringe im rechten Ohr und 5 im linken.
[*] generell trage ich viel Schmuck, wie Ringe, Halsketten und Zierketten am Hosenbund
[*] meine Haarfarbe
[*] der Wechsel meiner Augenfarbe von Rosegold zu nachtschwarz, sobald ich meine medialen Kräfte nutze

Duft
Seit der Transition umgibt mich ein distanziertes und gleichzeitig kraftvolles Duftbild. Eine massive Dosis von zerkratztem, schwarzem Pfeffer und biotechnologisch hergestelltem Akigalaholz verleiht mir eine stechende, fast schon sterile und metallische Note, die so sauber, präzise und unnahbar wirkt wie das kalte Wesen der Medialen. Darunter aber brennen tiefes, dunkles Holz und Weihrauch, wie eine in Leder gehüllte, physische Präsenz des nächtlichen Vampirs.

# Personality
Charakter
Hier habt ihr zwei Möglichkeiten. Entweder ihr schreibt einen Fließtext oder ihr listet uns 10 Stärken und 10 Schwächen auf.
Wer will kann auch beides machen, dann reichen 5 Stärken bzw Schwächen.





Fähigkeiten
Hast du eine besondere Gabe? Wenn ja was genau kannst du und wie mächtig ist sie. Bitte erwähne hier sowohl positive als auch negative Eigenschaften die damit einhergehen. Aber auch andere Talente oder Fertigkeiten finden hier einen Platz.

# It's my life
Lebenslauf
Der 21. Juni 2052 war für mich der erste Tag auf dieser Erde. Gleichzeitig sollte er der letzte im Leben meiner Mutter sein. Vampirische Schwangerschaften sind schon für Frauen unserer eigenen Art schwer zu bewältigen. Für eine zierliche Mediale, die meinem Vater zufolge unter massivem geistigem Stress stand, war die Geburt schlichtweg zu viel. In einem letzten, schier übermenschlichen Akt der Zuneigung, schaffte sie es noch mich in dem kleinen Familiennetz aufzufangen, in dem ich bis heute lebe, bevor sie dem immensen Blutverlust erlag. So zumindest habe ich es von Dad erfahren, sobald ich alt genug war den grundlegenden Zusammenhang zu verstehen.

Zum Zeitpunkt meiner Geburt war Mahmen ebenfalls hochschwanger und auch bei ihr verliefen die letzten Monate alles andere als glatt, weshalb sie sogar noch nach Sans Geburt wochenlang so geschwächt war, dass sie das Bett nicht verlassen durfte. Doch statt die anfallende Arbeit mit zwei Neugeborenen allein den Doggen des Hauses aufs Auge zu drücken, kümmerte sich unser Vater in vielen Stunden selber um uns. An der Stelle muss gesagt werden, dass so ein Verhalten innerhalb der Glymera sehr selten ist. Die meisten Männer kümmern sich ausschließlich um ihre eigenen Belange, wie fortlaufenden Erfolg und Status der eigenen Blutlinie. Erziehung und Pflege der Kinder ist Frauensache. Oder eben die der Dienerschaft.

Als Baby war mir das natürlich noch nicht bewusst, aber rückblickend war dieses Verhalten vielleicht einer der Gründe, warum die Bindung unserer Familie bis heute so unerschütterlich fest ist. Dabei weiß ich ehrlich gesagt nicht mal, wie Mahmen zu meiner Mutter stand oder steht. Fragen will ich sie irgendwie auch nicht. Schon allein um keine alten Wunden aufzureißen. Denn fakt ist und bleibt, dass San und ich im Abstand von nicht einmal einem Monat zur Welt kamen. Man muss kein Genie sein um zu wissen, was das im Umkehrschluss bedeutet.

Trotzdem sind unsere Eltern seit ich denken kann ein echtes Team und Mahmen hat mir meine Abstammung auch nie vorgehalten, oder mir das Gefühl gegeben unerwünscht zu sein. Im Gegenteil. San und ich wuchsen als vollwertige Geschwister auf. Gleichberechtigt und von Mutter wie Vater geliebt. Im Familienstammbaum werde ich sogar als Erstgeborener geführt, obwohl ich nicht einmal Teil der Glymera sein dürfte. Ich glaube das sagt alles, was man wissen muss.

Die ersten Jahre lebten wir in San Francisco, abseits vom Zentrum unserer Gesellschaft. Für unseren Vater musste das seinen Sitz im Rat deutlich erschweren, aber auf diesem Weg konnten wir sehr erfolgreich verschleiern, dass San und ich nicht zusammen zur Welt kamen. Ich erinnere mich, dass ich damals sehr schnell anfing mich an meinen Bruder zu klammern. Nicht unbedingt physisch, aber mental. In unserem Familiennetz war es sein Stern, zu dem ich die meiste Nähe suchte und so ist es bis heute geblieben. Auch wenn sich das Aussehen dieses Net mit den Jahren immer etwas verändert hat. Vor allem mit einsetzen der Transition. Aber dazu kommen wir noch.

Erstmal musste ich als Kind verstehen, dass bis auf mich selbst niemand dieses mentale Gebilde unserer Familie sehen konnte. Das hat mich damals tief verwirrt und irgendwie erschüttert. Aus irgendeinem Grund dachte ich wohl bis dahin, dass San und ich auch dort miteinander spielen und interagieren würden. Und um ehrlich zu sein, könnte ich auch heute noch schwören, dass ich seinen Stern zu der Zeit oft lachen gehört habe. Aber ob das stimmt? Keine Ahnung. Rückblickend vermute ich, dass meine damals selbstverständliche Überzeugung, die anderen wären auch ganz bewusst dort, einfach an dem tiefen Gefühl der Verbundenheit lag, das die Anwesenheit ihrer Sterne erzeugte. Oder viel mehr noch immer erzeugt. Daran hat sich nämlich nie was geändert.

Aber kommen wir mal zum Punkt zurück. Nachdem es in Frisco vermehrt zu Unruhen kam, die vor allem in die mediale Richtung feuerten, beschloss unser Vater das es Zeit war nach Caldwell, in den Schoß der vampirischen Gesellschaft zurückzukehren. Auf uns wartete ein großes Haus im Nobelviertel der Stadt und von da an musste Dad zu Ratstreffen auch nicht mehr pendeln. Außerdem wurden wir nun als gesamte Familie zu feierlichen Veranstaltungen des Adels eingeladen, was mir eine völlig neue Welt eröffnete. Plötzlich waren da andere Kinder im etwa gleichen Alter und wir durften uns sogar mit ihnen verabreden. Bis zu diesem einen Tag ...

San und ich kletterten auf dem großen, alten Kirschbaum hinter unserem Haus herum, als einer der Äste plötzlich brach und mein Bruder so ungünstig fiel, dass er sich gleich Arm UND Bein brach.
Ganz ehrlich? Ich habe keinen blassen Schimmer was danach passiert ist. Sans schmerzhaftes Weinen und sein Anblick, wie er da neben diesem blöden Ast im Gras lag, muss in meinem Geist eine Schranke gebrochen haben. Plötzlich war da dieses Gefühl … diese unerschütterliche Verbindung auf einer so tiefen Ebene, als hätte ich in meinen eigenen Bruder hinein gegriffen um den Schmerz aus ihm herauszuziehen.

San hörte auf zu weinen und fing an den verletzten Arm wieder zu bewegen. Dann hob er komplett verwirrt den Blick … und bei mir ging urplötzlich Feuerwerk los.
Das war das erste Mal, das mich das Echo meiner eigenen Fähigkeit traf und ich danke der Jungfrau der Schrift, oder wem auch immer, dafür, dass ich Sans Schmerz unbewusst nur für einen kurzen Moment blockiert habe. Denn das allein reichte damals aus, um mich sofort zusammenbrechen zu lassen. Was genau dabei in meinem Kopf passiert ist, kann ich nicht einmal sagen. Ich weiß nur, das mein eigener Stern, also mein eigener Geist, seit diesem Tag von einem dunklen Schild umgeben war, in dem wilde Wogen tanzten.

(Einfach erklärt, hat Hongjoong der enorme Überlebensinstinkt, der tief verborgen in jedem Prätrans schlummert, das Leben gerettet. Instinktiv hat er auf die natürliche mediale Begabung zur Schilderzeugung zugegriffen, das Schmerzecho genommen und daraus einen mentalen Schild geformt, der auf diese Weise wohl nur ein einziges Mal auf der Welt existiert. Dieser Schild schützte Hongjoongs Verstand von da an zwar vor dem direkten Treffer des Echos, machte es seinen geistigen Kräften aber gleichzeitig auch schwerer nach außen zu dringen)

Von da an passierten diese Zwischenfälle öfter. Wenn auch in kleinerem Ausmaß. Eine tiefe Schnittwunde im Finger der Doggen. Ein umgeknickter Knöchel meiner Mahmen. Ein harter Stoß irgendwelcher Gliedmaßen an Möbelstücken. Und immer fiel der Schmerz, den meine Kräfte dabei instinktiv unterdrückten auf mich zurück. Das Echo prallte dumpf auf den Schild, hämmerte gegen meine Schläfen und manchmal, wenn es stärker ausfiel, spürte ich den abgedämpften Rückstoß ganz direkt.

Das war für mich wahnsinnig anstrengend und dadurch auch die Zeit, wo unser Vater sein Schweigen über die Wahrheit meiner Gene brechen musste. Das brachte meine kleine große Welt ganz schön ins Wanken. Vor allem, weil viele meiner entstehenden Fragen auch Dad nicht beantworten konnte. Meine Mutter war zwar eine Abtrünnige gewesen und hatte versucht ihn auf ein Medialenkind so gut es ging vorzubereiten, aber in der Realität klafften trotzdem Wissenslücken so groß wie offene, kilometerweite Wunden. Und egal wie intensiv er suchte, er konnte keine anderen Medialen aufspüren, die sich vom kalten Protokoll Silentiums gelöst hatten.

Kein Wunder, wenn ihr mich fragt. Denn mit meiner Abstammung, erfuhr ich mit gerade mal 8 Jahren auch von der Gefahr in der ich … nein, wir seit meiner Geburt schwebten. Sollte der Rat der Medialen jemals Wind von meiner Existenz bekommen, wären wir alle so gut wie tot. Darin war meine Mutter während ihrer Schwangerschaft sehr deutlich geworden. Und ohne Scheiß? Das ist eine verdammt schwere Last, die man einem Kind damit auf die Schultern legt.

Von da an schränkte ich den Kontakt zu anderen stark ein, um mich nicht aus Versehen zu verraten und konzentrierte mich stattdessen darauf, diese Spontanausbrüche meiner Kräfte in den Griff zu bekommen. Ich wollte uns auf gar keinen Fall in Gefahr bringen.
San fand in der Zwischenzeit im Taekwondo seine eigene Leidenschaft und wie es das Schicksal wollte, schaffte er mir damit viele Möglichkeiten meine Kräfte zu testen, zu trainieren und meine Grenzen zu weiten. Nur die Folgen dieses Trainings gingen wir sehr schnell auf den Keks.

Entweder ich hatte danach solche Heißhungerattacken, dass mein Magen die schiere Menge und Zusammenstellung kaum aushielt, ohne sich im Rückwärtsschlingen zu versuchen, oder mir war so abgrundtief kalt, dass ich zitternd unter drei dicken Decken am Kaminfeuer saß. Von der brachialen Müdigkeit will ich gar nicht erst anfangen. Nicht selten sind mir schon im Essensrausch die Augen zugefallen und ich hab dann volle 12 bis 14 Stunden durchgepennt.

Das besserte sich alles auch nur Schrittweise mit Verstreichen der Jahre. Mein Geist wurde stärker, während der Schild der ihn schützte gleich blieb. Als wäre das Ding bei seiner Entstehung gleichzeitig eingefroren. Dadurch wurde er gefühlt aber auch nicht stabiler. Manchmal zog San sich bei seinem Training ziemlich harte Prellungen zu, schließlich war auch er nur ein Prätrans. Wenn ich dann versuchte die Blockade länger zu halten und der unterdrückte Schmerz sich mehr und mehr stapelte, konnte das dunkle Gebilde meinen Geist nicht mehr vollständig vor dem Aufprall schützen. Als müsste der Rückstoß nur genug Schmackes haben, um in Teilen doch durchzukommen.
Ein paar Mal habe ich versucht mental direkt daran rumzubasteln, aber jedes Mal gerieten die dunklen Wogen auf der Oberfläche in so wilde, abwehrende Bewegung, das ich es lieber wieder bleiben ließ.

Vor einem Jahr kam San dann plötzlich mit seinen Zukunftsplänen um die Ecke. Er wollte Teil des Rekrutenprogramms der Bruderschaft der Black Dagger werden. Für unsere Eltern fiel diese Info praktisch aus dem Himmel, ich dagegen hatte sowas in der Richtung schon geahnt. San wollte mehr mit seinem Leben anstellen, als nur den Namen unserer Familie zu pflegen. Er wollte was bewirken. Sichtbare Spuren auf dieser Welt hinterlassen, die nichts mit Geld und Einfluss zu tun hatten. Und ich muss zugeben, er hat mich damit angesteckt.

Ich habe viele Jahre meines Lebens darauf verwendet unsichtbar zu werden. Wegen mir hat sogar San nur oberflächliche Freundschaften zu Anderen gepflegt. Er sagt das wäre okay. Ich empfinde das aber nicht so. Mein Bruder hat mir zuliebe auf viel in seinem bisherigen Leben verzichtet und er hat scheiße nochmal Recht damit, dass man nicht ewig den Fußspuren anderer folgen sollte. Das trifft auf ihn genauso zu wie auf mich. Ich hielt mich immer an die Warnungen meiner Mutter. Versteckte mich. Machte mich klein, um bloß nicht entdeckt zu werden. Aber es muss auch einen anderen Weg geben mit meiner Natur, und den Gefahren die daraus resultieren, umzugehen.

Also meldete ich mich mit San zusammen an. Wir zogen ins Rekrutenhaus, weil wenn schon denn schon, aber heilige Scheiße, ich hatte keine Ahnung worauf ich mich da einließ! An jedem Morgen war ich tot. Wie zum Glück die meisten anderen Anfänger auch. Dadurch fiel es nicht weiter auf, wenn ich den kompletten Tag verschlief, um meine Batterien wieder aufzuladen. Glücklicherweise reagierten meine medialen Kräfte nicht mehr unkontrolliert, sonst wäre mit mir gar nichts mehr anzufangen gewesen. Denn Halleluja, es verging kein Tag an dem San oder ich keine Schmerzen hatten. Aber da mussten wir durch. So wie durch die Bindungen, die sich in so einer Gruppe aufbauten.

Mal wurde man zu einer Runde Billard aufgefordert. Ein andermal saß man nach dem Training mit mehreren Packungen Bier zusammen. Oder man verquatschte die Pausen. Redete, fluchte, stritt sich, lachte. Und irgendwo dazwischen fand ich tatsächlich einen ersten, echten Freund. Chan.
Wir kannten uns von mehreren Festen. Er war auch einer derjenigen, mit denen ich mich am Anfang in Caldwell ein paar mal zum spielen getroffen hatte. Aber erst im Programm wurden wir ein echtes Team, das lernte sich aufeinander zu verlassen. Bis dahin kannte ich sowas nur von meiner Familie. Etwas ähnliches jetzt mit einem Anderen zu erleben war … merkwürdig. Vor allem weil Chan die Wahrheit nicht kennt. Ist das hinterlistig? Manchmal fühlt es sich so an.

Als San dann durch seine Wandlung ging, durfte ich weder dabei sein, noch aus der Ferne über unsere Verbindung eingreifen. Warum war mir zwar klar, aber ich glaube, das war das brutalste was ich je erlebt habe. Nach all den Jahren die wir nun schon das gleiche Netz teilen, merke ich es genau wenn er Schmerzen hat. Und Scheiße, die hatte er! Aber ich hielt mich an das Verbot und flüchtete zu Chan. Allein wäre ich wahnsinnig geworden.
Das waren die längsten Stunden meines Lebens und kaum war San über den Berg, hätte mein eigener Vater mich schon erschießen müssen, um zu verhindern das ich zu ihm gehe.

Tja, und kurz darauf hab ich dann auch festgestellt, das ich nicht nur negative Zustände von meinem Bruder über das Netz wahrnehme. Zugegeben, es hat n Moment gedauert, nicht zuletzt weil mir sexuelle Erregung selber komplett fremd war, aber ja, als San dann später seine Erste Erfahrung mit einer Frau erwähnt hat, war ich absolut nicht überrascht. Wahrscheinlich hätte ich ihm auch erklären sollen warum, aber es gibt Dinge die meinem Bruder schwer fallen und dieses Thema gehört irgendwie dazu. Er redet darüber ja so schon nicht wirklich. Wie soll er dann damit klarkommen und ausblenden, dass ich jedes Mal Bescheid weiß wenn er, naja, zugange ist?

Umso überraschter war ich ehrlich gesagt, als er dann neulich die Bombe gezündet hat, sich ausgerechnet für BDSM zu interessieren. Noch dazu wollte er meine Meinung wissen, ob er mit V mal darüber reden sollte. Ausgerechnet mit V! Aber hey, warum auch nicht?
Also ganz ehrlich, spätestens DAS Gespräch hat ja wohl bewiesen, das man durchaus Geheimnisse vor mir haben kann. Alter Schwede!

Aber einen Punkt haben wir noch nicht beleuchtet. Meine eigene Wandlung. Und die war … puh.
Nach Sans Transi hatte ich zum ersten Mal wirklich Schiss, das sie bei mir nicht einsetzen würde. Immerhin schien meine mediale Seite ziemlich stark ausgeprägt zu sein. Ich hatte ja nicht einmal die typischen Vorboten, wie Unverträglichkeiten oder Lethargie. Keine Ahnung was ich hätte machen sollen, wenn es wirklich so weit gekommen wäre. Irgendwann hätte die Bruderschaft Fragen gestellt. Und alle anderen auch. Aber so weit kam es gar nicht. Zum Glück.

Dafür hat die Transition mich vollkommen unvorbereitet getroffen. Ich bin mitten im Unterricht zusammengebrochen. Rhage leitete die Stunde. Ich glaube er hat mich in mein Zimmer gebracht, während San unsere Eltern anrief. Die Vampirin die mir eigentlich helfen sollte war gerade nicht im Land, eben weil es keine Vorzeichen gegeben hatte, also improvisierte Chan. In einer komplett verrückten Aktion rief er einfach seine ältere Schwester an, um sie um Hilfe zu bitten. Und was soll ich sagen, Chiara kam tatsächlich.

Ich war zu dem Zeitpunkt kaum noch aufnahmefähig, dabei stand mir die eigentliche Eskalation erst noch bevor. San scheuchte jeden bis auf Chiara vor die Tür, sie gab mir ihr Blut, was die Wandlung endgültig in Gang brachte und ab da, verlor ich völlig die Kontrolle. Schmerzen waren mir mittlerweile nicht mehr fremd, aber DAS war jenseits von allem was man sich vorstellen kann. Nachweislich habe ich zwar nicht so einen enormen Schub hingelegt wie San, aber das ändert halt nichts daran, dass sich neben dem Knochenbau auch die inneren Organe verschieben um Platz für neue zu machen.

Die Schmerzen die dabei entstanden, waren so enorm, dass sie den Schalter meiner Selbstkontrolle komplett ausgeknipsten. Ich vermute, es waren reine Selbstschutzinstinkte, die meine medialen Fähigkeiten in der Situation wieder mit Volldampf anwarfen. Auf jeden Fall wurde mein eigenes Schmerzempfinden von null auf hundert blockiert und ich kann euch gar nicht sagen WIE erleichternd das war. Zumindest bis ich wieder klar genug denken konnte um Sans entsetzten Ausdruck zu sehen. Klar, meine Augen mussten tiefschwarz geworden sein, während eine Außenstehende bei mir am Bett saß. Ich sah noch wie er den Kopf schüttelte, dann schloss ich die Augen und drehte den Kopf von der Vampirin weg.

Mir wurde klar was San mit dieser Geste meinte. Ich durfte diesen massiven Schmerz nicht blockieren. Das Echo das unweigerlich folgen würde, wäre gigantisch. Also löste ich die Blockade. Die Wandlung kam mit voller Härte zurück, begleitet von einem mentalen Rückschlag, der zum allerersten Mal einen Riss in den Schild trieb, der mich mein Leben lang geschützt hatte.
Ab dem Punkt bekam ich Panik, vor allem als dieser Schutzreflex wieder einsetzte. Ich bekam die Kontrolle darüber einfach nicht zurück. Sobald ich in den natürlichen Prozess der Wandlung fiel, wurden die neuronalen Synapsen, die für das Schmerzempfinden zuständig waren, betäubt. Ich löste sie wieder und der Riss im Schild wurde durch den folgenden Rückschlag größer.

Da wurde mir bewusst, dass ich die Transition nicht überleben würde. Ich steckte in einem zerstörerischen Loop, dem ich nicht Herr wurde. Bis ich tief in unserem Familiennetz plötzlich diese Stimme hörte. Sie gehörte weder zu San noch zu meinen Eltern, aber sie flutete mein Innerstes schon beim ersten Klang mit einer Wehmut, die mir heiße Tränen in die Augen trieb. Es war, als würde ich sie kennen. Aus einer Zeit, in der es nur mich und sie gab. Ja verdammt, ich glaube dass das die Stimme meiner Mutter war und die sagte mir, ich solle die Dinge einfach geschehen lassen. Meine natürlichen Instinkte wüssten was zu tun war.

Und was soll ich sagen … inmitten dieses Sturms, gab der bloße Geist ihrer einstigen Existenz mir so viel Sicherheit, das ich auf sie hörte. Es gab ohnehin keine Alternativen. Noch zwei, drei Rückschläge mehr und mein Schild wäre zerstört worden. Ich mag vielleicht nicht viel über dieses Gebilde wissen, aber selbst mir war mit den Jahren bewusst geworden, dass das Ding lebenswichtig sein musste. Also hielt ich Sans Hand, während mein Körper die brutale Transformation durchmachte und sah unserem Familiennetz zu, wie es sich vor meinen Augen veränderte. Die warmen Leuchtfäden, die mich mit San und meinen Eltern verbanden, färbten sich zunehmend rot. Es sah aus, als würde frisches Blut von meinem Stern langsam zu ihren fließen.

Innerlich schloss ich bei dem verstörenden Anblick mit meinem Leben ab, aber da machte ich die Rechnung eindeutig ohne die Sturheit meiner väterlichen Gene. Irgendwann kam es, wie es kommen musste. Meine geistige Kraft war verbraucht und die Blockade löste sich von ganz allein. Danach erinnere ich mich nur noch einen kurzen, vernichtenden Augenblick bestialischen Schmerzes, der meinen Schild in einem dunklen Glasregen sprengte und mich vollständig ausknockte. Was dann passierte, keine Ahnung. Es war wie damals im Garten hinter unserem Haus. Nur das ich dieses Mal in eine komaähnliche Bewusstlosigkeit fiel, die über 24 Stunden lang anhielt.

Später erfuhr ich, dass Dad jeden Versuch, Havers einzuschalten, unterbunden hatte. Als mein Vormund durfte er das. Dagegen waren sogar die Brüder machtlos. Der Ruf den ihm das allerdings im Rekrutenhaus eingebracht hat, tut mir unendlich leid. Seitdem halten ihn die meisten für ein unsensibles Arschloch, das seinem Sohn nicht helfen wollte. Dabei war das genaue Gegenteil der Fall. Dad hatte Angst, eine Einmischung von außen würde noch mehr Schaden anrichten. Und vermutlich hatte er damit sogar Recht. Ein Hybrid wie ich, ist wie eine Wundertüte. Meine Wandlung lief save anders ab als jede normale Transition und laut Dad spürte er meine Anwesenheit irgendwie. Ich vermute, über die Verbindung im Netz.

Auf jeden Fall war alles anders, als ich wieder aufwachte. Das Netz hatte sich komplett verändert. War dunkel und mystisch geworden. Der Raum scheint jetzt unendlich weit, wird aber von nächtlichen Wänden umschlossen, die sich so ein bisschen anfühlen wie das Mhis um Havers Klinik. Ich nehme die anderen viel intensiver wahr und vor allem, ich habe nach wie vor einen Schild. Der muss neu sein, denn er sieht anders aus und ist definitiv stärker. Auch meine geistigen Kräfte scheinen einen echten Schub hingelegt zu haben, aber irgendwas stimmt seitdem nicht. Der Verbrauch dieser Kräfte strengt mich unwahrscheinlich an. Wie früher bekomme ich Heißhungerattacken, die sich dieses Mal auf nackten Blutdurst ausschlagen und wenn ich nicht aufpasse, fange ich an aus Ohren und Nase zu bluten. Generell bin ich schnell erschöpft und irgendwie ausgelaugt.

Anfangs dachte ich, das mein inneres System erstmal mit der Umstellung nach der Transi klarkommen muss, aber langsam bezweifle ich dass das das Problem ist. Es wird also höchste Zeit mit San und Dad darüber zu sprechen. Die ersten Eignungsprüfungen stehen ins Haus und ich will nicht riskieren, dass San ohne mich in die nächste Runde rutscht.

Musterpost
Schreibt hier bitte einen Post in dem ihr die Schreibregeln des Boards beachtet.

# Other facts
Plotidee & Ziele
Hongjoong soll natürlich seine Ausbildung zum Soldaten schaffen. Parallel wird er auf den Pfeilgardisten Hyunjin treffen, an den er sich binden soll. Durch ihn lernt er mehr über die mediale Seite seiner Abstammung und erfährt endlich den Grund für seinen zunehmenden geistigen Verfall. Außerdem soll er lernen, seine Fähigkeiten besser zu kontrollieren und sie Kräfte seiner Unterdesignation zu nutzen, um dem fatalen Schmerzecho in Zukunft zu entgehen.
Die Bruderschaft und seine Freunde sollen die Wahrheit über ihn erfahren und ihm endlich auch neben San Sicherheit und Vertrauen geben. Dadurch soll er seine harte Fixierung auf seinen Bruder auch etwas lockern.
Darüber hinaus fällt eben so alles andere an, was in Caldwell und NY passiert.

Charakterinfo
Erzähle uns hier in einem kurzen Text das wesentliche über deinen Chara. Name, Herkunft, Rasse, Tätigkeit, Alter und was dir sonst noch wichtig erscheint.

Avatarperson
Die Bilder sind inspiriert bei Kim Hongjoong von ATEEZ

Zweitcharaktere?
Wrath und viele weitere

Stecki- & Setweitergabe?
Nein

Über 18 & Regeln gelesen?
Ja
made by pand0rica


[Bild: Hongjoongbanner.png]
Offline Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Antwort schreiben 


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste