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War of the damned
Gannicus & Christopher Crowley & Dwayne Morgan & Spartacus
Verfasser Nachricht
   06.12.2021, 01:00
Beitrag #1
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Junior Member
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War of the damned
Wer
Gannicus & Christopher Crowley & Dwayne Morgan & Spartacus

Situation
Jedes Wesen weiß, das die Insel des Phönix, das Land der Asche, ein durch und durch magischer Ort ist. Womit der junge Werwolf Kit und der Mensch Dwayne allerdings nicht rechnen ist, das diese Magie ganze Zeiten durchbrechen und sie weit in die antike Vergangenheit befördern kann. Der Grund dafür bleibt vorerst unklar. Fakt ist, der Leid geplagte junge Mann und der ehemalige Kartellführer finden sich urplötzlich in Sinuessa wieder. Eine italische Hafenstadt an der Via Appia im äußersten südlichen Latium an der Grenze gegen Kampanien, zu Zeiten des 3. Sklavenkrieges. Der Rebellenanführer Spartacus lagert mit seinen Männern in der eingenommenen Stadt. Die Zustände, katastrophal. Gefangene, in Ketten gelegte Römer säumen die Straßen, die von übermütigen befreiten Sklaven gefüllt sind. Es herrscht ein unfassbar rauer Ton und Grenzen scheinen zu verschwimmen wie der Morgennebel über dem Ozean.
Die beiden Neuankömmlinge aus dem 21. Jahrhundert fallen natürlich sofort auf. Während bei Kit, überfordert und aggressiv, wie es seiner Natur entspricht, schnell seine grausamen Erfahrungen der Vergangenheit siegen und er droht in alte, ängstliche Muster zu gleiten, kaum das er die augenscheinliche Übermacht eines wahren Gladiators am eigenen Leib spürt, bewegt Dwayne sich auch in dieser absurden Situation um einiges souveräner.

Nur das Schicksal scheint es zu wollen, das ausgerechnet Gannicus, einer von Spartacus Befehlshabern auf der Bildfläche erscheint und sich - wenn auch rüde - dem jungen Werwolf annimmt, während Dwayne sich den Weg zu Spartacus direkt bahnt.
Doch was dann? Gibt es einen Weg zurück in die Zukunft? Wird Spartacus beide lange genug am Leben lassen, um das herauszufinden? Eines ist auf jeden Fall klar: Diese Reise wird den beiden ungleichen Männern alles abverlangen und Gannicus, wie auch seinen Anführer in die Mythen einer für ihn fremden Welt einführen. Denn der Vollmond lässt sich bekanntermaßen nicht aufschieben ...


Werwölfe. Mondanbeter. Die bösen Geister der Alten. All das habe ich von Klein auf gehört und all das bin ich.
Biest und Mensch, vereint in einem Körper. Und trotzdem kenne ich den Wolf kaum. Nur wenn der Mond sein ganzes Antlitz zeigt und der Schmerz der Verwandlung mein Bewusstsein in friedvolle Finsternis katapultiert, existiert dieser eine Moment.

[Bild: kit%20sigi2.png]
Der Übergang. Ein einziger Augenblick in dem der Wolf meine Seele streift, wir aneinander vorübergehen und ich die Hand in seinem dichten Fell vergraben kann. Und dann, ganz plötzlich wird aus Mensch und Biest eine Naturgewalt. Verbunden in silbernem Mondlicht.
Werwolf. Mondanbeter. Böser Geist der Alten. Nennt mich wie ihr wollt. Ich weiß was ich bin und dadurch ist meine Seele frei mit dem Wind zu laufen.
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   15.12.2021, 06:15 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.12.2021 06:21 von Christopher Crowley.)
Beitrag #2
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Junior Member
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RE: War of the damned
Wer: Kit & Gannicus

Outfit

Einstieg

Friedliche Erschöpfung hüllte den jungen Werwolf ein. Die erste Vollmondnacht des Monats war vorüber. Sein Unterbewusstsein nahm diesen Umstand war, auch wenn Kit noch weit davon entfernt war aufwachen zu wollen. Kühler Wind strich über seine noch empfindliche Haut und ließ ihn unbewusst lächeln. Nach Tagen der Überreizung schlummerte sein Geist schwer in der sicheren Umarmung seines Rudels, wohl wissend das ihn der freie Fall erneut erwartete, kaum das die Sonne vom Horizont verschluckt würde. Gott, Kit liebte seine wölfische Natur so sehr, das ihn diese Hingabe bis in den verdienten Schlaf verfolgte. Bis …
Ein spitzer Schrei brach durch seinen inneren Frieden wie ein Stein durch dünnes Glas. Mit einem Ruck war der Werwolf nicht nur hellwach, er saß kerzengerade auf dem … Waldboden? Nein. Eine Schrecksekunde verstrich, dann sprang ihm das Herz fast aus der Brust. Die Luft war erfüllt von strengen Gerüchen, begleitet vom unverkennbaren Hauch des Meeres. Sand unter seinen Händen. Häuser um ihn herum. Weinen, betteln und schreien irgendwo ganz in seiner Nähe.
Hektisch rappelte Kit sich auf. Sah sich um. Doch von seinem Rudel fehlte jede Spur. Er öffnete schon den Mund um nach Sheila und Dexter zu rufen. Sein Alphapaar. Die unerschütterlichen Felsen in der Brandung seines Lebens. Nur in letzter Sekunde konnte er sich selbst davon abhalten, indem er sich hart auf die Lippen biss. Der Geschmack von Kupfer traf auf seine Zunge. Egal. Wo zum Henker war er? Wo waren die Anderen? Sämtliche Instinkte des jungen Wolfs schlugen an. Ihm stellte sich buchstäblich das Nackenfell auf und alles in ihm schrie ihn an nach seinem Rudel zu rufen. Zu heulen, bis ihn der vertraute Gesang seiner Wölfin nach Hause führte. Der Drang war so übermächtig das Kit die Hände ballte und sich mahnend auf die Zunge biss. Der folgende scharfe Schmerz klärte seinen Geist ein wenig. Ließ ihn sich umsehen. WIRLICH umsehen und dabei hatte er alle Mühe nicht sofort in Panik zu verfallen.

Die Häuser die die Straße säumten erinnerten ihn an toskanische Architektur und eins stand fest. So eine Stadt befand sich definitiv nicht in, oder auch nur nahe ihres Reviers. Und die Magie der Insel verhinderte das sie ihre eigenen Grenzen an Vollmond überschreiten konnte. Wie konnte er also hier sein? Das ergab absolut keinen Sinn.
„Wer bist du?“
Wie unter einem Peitschenschlag fuhr Kit bei der harten Stimme zusammen und schoss auf dem Absatz herum. In all der Verwirrung war ihm noch nicht mal aufgefallen das er NICHT splitterfasernackt auf der Straße stand, wie es eigentlich sein müsste. Das wurde ihm erst bewusst als er den Muskel bepackten Hünen entdeckte, zu dem die Stimme gehörte, und sich instinktiv bedecken wollte. Klar das ihn das die Stirn runzeln ließ. Sein Gegenüber jedoch schien alles andere als geduldig zu sein. In einem Moment stand der Kerl noch drei Meter vor ihm, im nächsten landete Kit hart mit dem Rücken an einer der Hauswände. Sein Hinterkopf prallte schmerzhaft gegen den Stein. Der neuerliche Impuls aus Schreck und Pein ließ ihn Zähne fletschend knurren, als sich bereits kalter Stahl gegen seine Kehle presste. Und dann traf ihn ein derart gnadenloser Blick, das Kit die Luft weg blieb. Er spürte unnachgiebigen Druck auf seiner Brust, wo ihn der stählerne Körper fixierte. Fremde Finger umfassten seinen rechten Oberarm, als wollten sie ihm den Knochen brechen und alles das ihn urplötzlich erfasste war die widerlich vertraute Erkenntnis der Unterlegenheit. „Rede! Bist du Römer?“ Der Kerl stank bestialisch, sodass Kit den Kopf zur Seite drehen musste um überhaupt Luft zu kriegen ohne Gefahr zu laufen ihm auf die nackte Brust zu kotzen. Eine Regung die bei weitem nicht nur an der mangelnden Hygiene seines Gegenübers lag. Er wollte nicht das der Typ ihm so nahe kam. Er wollte nicht von ihm berührt werden. Schon gar nicht mit einer Wand im Rücken und einer starken Hüfte an seiner eigenen. Und wieder überrollte ihn das Bedürfnis nach seinem Rudel zu rufen, aber seine Kehle verließ kein Ton. Nicht einmal ein abwehrendes Knurren oder hilfloses Flehen. Einfach nichts. Alles was sein Körper in der Lage war zu produzieren waren heiße Tränen, die ihm auch das letzte bisschen Freiheit verschleierten. Sein Sicht.

Werwölfe. Mondanbeter. Die bösen Geister der Alten. All das habe ich von Klein auf gehört und all das bin ich.
Biest und Mensch, vereint in einem Körper. Und trotzdem kenne ich den Wolf kaum. Nur wenn der Mond sein ganzes Antlitz zeigt und der Schmerz der Verwandlung mein Bewusstsein in friedvolle Finsternis katapultiert, existiert dieser eine Moment.

[Bild: kit%20sigi2.png]
Der Übergang. Ein einziger Augenblick in dem der Wolf meine Seele streift, wir aneinander vorübergehen und ich die Hand in seinem dichten Fell vergraben kann. Und dann, ganz plötzlich wird aus Mensch und Biest eine Naturgewalt. Verbunden in silbernem Mondlicht.
Werwolf. Mondanbeter. Böser Geist der Alten. Nennt mich wie ihr wollt. Ich weiß was ich bin und dadurch ist meine Seele frei mit dem Wind zu laufen.
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   15.12.2021, 09:33
Beitrag #3
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Junior Member
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RE: War of the damned
Outfit + Umhang

Einstieg

Unter einem abgewetzten Umhang verborgen, den er herrenlos in einer der zahllosen Seitengassen gefunden hatte, harrte Dwayne nun schon seit Stunden im Schatten zweier niedriger Gebäude aus. Seine Sachen zu einem Bündel geknotet neben sich, brauchte er das PDA nicht um dem Lauf der Zeit zu folgen. Sie Sonne war langsam von Osten nach Westen gewandert, hatte ihren Zenit schon vor schätzungsweise vier bis fünf Stunden überschritten und begann, sich dem Horizont entgegen zu neigen. Und noch immer fehlte ihm jede Spur des Mannes, nach dem er unauffällig Ausschau hielt.
Anfangs war Dwayne verwirrt gewesen. Zugegeben, im Grunde war er das noch immer, doch mittlerweile hielten sachlicher Verstand und Überlebensinstinkt das Ruder fest in der Hand. Ihm war zwar noch immer nicht zu Ohren gekommen in welcher Stadt er sich befand, aber die Zustände sprachen für sich. Römer vegetierten angekettet wie Hunde an vielen Plätzen in eigenem Dreck, Blut und Selbstmitleid vor sich hin und die Männer und Frauen, die zuvor von ihnen unterdrückt worden waren, ergötzten sich an dem Fall ihrer einstigen Herren. Irgendeine Magie der Insel musste ihn hierher gebracht haben. Ob Unfall oder gezielte Aktion konnte er unmöglich einschätzen und wäre nicht ziemlich schnell der Name Spartacus gefallen, hätte er vermutlich noch immer Schwierigkeiten seine Lage einzuschätzen.

Jetzt konnte man natürlich spekulieren ob das gut oder schlecht für ihn war. Einerseits hatte er dadurch eine ziemlich genaue Vorstellung wie groß der Scheißhaufen war in dem er bis zum Hals watete. Andererseits könnte seine Lage kaum unangenehmer sein. Da er im Gegensatz zu Daryl in Geschichte nie gepennt hatte, war ihm klar das er sich mitten im 3. Sklavenkrieg befinden musste und früher oder später würde sein Versteckspiel auffliegen. Entweder weil jemand nicht einfach achtlos an ihm vorbei ging, oder weil er in eine der unzähligen Versuche verwickelt wurde den Aufstand nieder zu schlagen. So oder so, er musste sich etwas einfallen lassen und die für ihn sinnvollste Lösung lag in der Wurzel des Problems: Spartacus.
Leider gab es nicht viele zuverlässige Quellen was die Persönlichkeit des Rebellenführers anging. Sein Feldzug war blutig und gnadenlos. Welcher war das nicht? Im Gegensatz zu Vorgängern mit ähnlicher Anzahl an Beteiligten, sagte man ihm jedoch nach seinen Aufstand hervorragend organisiert und sinnlose Gewalt in seinem Heer verboten zu haben. Das sich das nicht zu 100 Prozent umsetzen ließ, verstand sich wohl von selbst. Doch wenn er eine Chance haben wollte lebend aus der Geschichte wieder raus zu kommen – vorausgesetzt es gab überhaupt einen Weg zurück – dann lag sie in den Händen dieses Mannes.

Dwayne musste jedoch feststellen das es gar nicht so einfach war jemanden in einer fremden Stadt zu finden, dessen Gesicht man nicht kannte. Auf Nachbildungen von Bildhauern und Künstlern, deren Werke erst Jahrhunderte nach dem Tod des angeblichen Thrakers entstanden, wollte er sich nicht verlassen. Also wählte er einen viel belaufenen Knotenpunkt und als die Sonne verschwand und der Dämmerung Platz machte, trug seine Geduld endlich Früchte.
„Spartacus.“
Dwayne hob, die Kapuze des Umhangs nur geringfügig in die Stirn gezogen damit es nicht aussah als hätte er etwas zu verbergen, den Kopf. Verflucht! Der Mann der auf den gerufenen Namen reagierte, lief jetzt zum dritten Mal an ihm vorbei. Er war ihm bereits aufgefallen, allein daran wie er sich bewegte, aber da das Heer aus mehr entflohenen Gladiatoren bestand als nur dem Thraker, war Dwayne sich unsicher gewesen. Jetzt konnte er zur Jagd übergehen.
„Agron sucht nach dir. Irgendwas wegen dem Schmied.“
Und schon setzten die beiden bewaffneten Männer sich in Bewegung. Direkt an ihm vorbei. Dwayne rutschte wie die Anderen aus dem Weg, den Kopf dabei etwas gesenkt. In Anbetracht der Dominanz die die beiden Kämpfer ausstrahlten dürfte das kaum ungewöhnlich sein.

Der ehemalige Kartellführer wartete bis sein Ziel um die nächste Ecke verschwand. Erst dann stand er auf und folgte ihnen unauffällig. Wenn möglich wollte er Spartacus allein antreffen. War der Mann wirklich so vernünftig und intelligent wie die Quellen behaupteten, durfte er nicht Gefahr laufen das er sich von einem seiner Heerführer bequatschen ließ. Und sollte sein Plan schief gehen, hätte er mit diesem einen Gegner mit Sicherheit schon alle Hände voll zu tun. Also ja, er musste dafür sorgen das sie unter sich waren wenn er das Gespräch suchte.
Und wie sich innerhalb der nächsten zwei Stunden raus stellte, dauerte das seine Zeit. Spartacus kümmerte sich beim Schmied offenbar um Waffennachschub, schlichtete danach eine überkochende Auseinandersetzung zwischen Sklaven und gefangenen Römern, die im Grunde eher ein Überfall Ersterer auf Letztere war und wurde dann in eine Diskussion bezüglich knapper Nahrungsmittel und Verschwendung jener an Gefangene verwickelt. Dwayne musste zugeben, tauschen wollte er mit dem Mann nicht.
Letztendlich folgte er Spartacus in eine weitere Gasse … und ging ihm damit direkt in die Falle. Der Angriff – wenn man es denn so nennen konnte – kam schnell und präzise. Allein Dwaynes Reflexe erlaubten es ihm den ersten Schlag abzuwehren und dem Mann zum ersten Mal auf Augenhöhe zu begegnen. „Ich bin nicht dein Feind.“ Noch hielt Spartacus sein Schwert nicht in der Hand, was ihm sagte das er Antworten wollte, nicht sofort seinen Kopf. Aber ein Blick in diese grünen Augen reichte um zu wissen das er bereit war auch mit bloßen Händen zu töten, sollte ihm nicht gefallen was er zu hören bekam. „Ich muss mit dir sprechen. Ungestört.“ Was im Klartext bedeutete, das Dwayne nicht vor hatte seine spontane Zeitreise hier auf der Straße zu erörtern.
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