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War of the damned
Gannicus & Christopher Crowley & Dwayne Morgan & Spartacus
Verfasser Nachricht
   15.12.2021, 06:15 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.12.2021 06:21 von Christopher Crowley.)
Beitrag #2
Zitat

Junior Member
**



RE: War of the damned
Wer: Kit & Gannicus

Outfit

Einstieg

Friedliche Erschöpfung hüllte den jungen Werwolf ein. Die erste Vollmondnacht des Monats war vorüber. Sein Unterbewusstsein nahm diesen Umstand war, auch wenn Kit noch weit davon entfernt war aufwachen zu wollen. Kühler Wind strich über seine noch empfindliche Haut und ließ ihn unbewusst lächeln. Nach Tagen der Überreizung schlummerte sein Geist schwer in der sicheren Umarmung seines Rudels, wohl wissend das ihn der freie Fall erneut erwartete, kaum das die Sonne vom Horizont verschluckt würde. Gott, Kit liebte seine wölfische Natur so sehr, das ihn diese Hingabe bis in den verdienten Schlaf verfolgte. Bis …
Ein spitzer Schrei brach durch seinen inneren Frieden wie ein Stein durch dünnes Glas. Mit einem Ruck war der Werwolf nicht nur hellwach, er saß kerzengerade auf dem … Waldboden? Nein. Eine Schrecksekunde verstrich, dann sprang ihm das Herz fast aus der Brust. Die Luft war erfüllt von strengen Gerüchen, begleitet vom unverkennbaren Hauch des Meeres. Sand unter seinen Händen. Häuser um ihn herum. Weinen, betteln und schreien irgendwo ganz in seiner Nähe.
Hektisch rappelte Kit sich auf. Sah sich um. Doch von seinem Rudel fehlte jede Spur. Er öffnete schon den Mund um nach Sheila und Dexter zu rufen. Sein Alphapaar. Die unerschütterlichen Felsen in der Brandung seines Lebens. Nur in letzter Sekunde konnte er sich selbst davon abhalten, indem er sich hart auf die Lippen biss. Der Geschmack von Kupfer traf auf seine Zunge. Egal. Wo zum Henker war er? Wo waren die Anderen? Sämtliche Instinkte des jungen Wolfs schlugen an. Ihm stellte sich buchstäblich das Nackenfell auf und alles in ihm schrie ihn an nach seinem Rudel zu rufen. Zu heulen, bis ihn der vertraute Gesang seiner Wölfin nach Hause führte. Der Drang war so übermächtig das Kit die Hände ballte und sich mahnend auf die Zunge biss. Der folgende scharfe Schmerz klärte seinen Geist ein wenig. Ließ ihn sich umsehen. WIRLICH umsehen und dabei hatte er alle Mühe nicht sofort in Panik zu verfallen.

Die Häuser die die Straße säumten erinnerten ihn an toskanische Architektur und eins stand fest. So eine Stadt befand sich definitiv nicht in, oder auch nur nahe ihres Reviers. Und die Magie der Insel verhinderte das sie ihre eigenen Grenzen an Vollmond überschreiten konnte. Wie konnte er also hier sein? Das ergab absolut keinen Sinn.
„Wer bist du?“
Wie unter einem Peitschenschlag fuhr Kit bei der harten Stimme zusammen und schoss auf dem Absatz herum. In all der Verwirrung war ihm noch nicht mal aufgefallen das er NICHT splitterfasernackt auf der Straße stand, wie es eigentlich sein müsste. Das wurde ihm erst bewusst als er den Muskel bepackten Hünen entdeckte, zu dem die Stimme gehörte, und sich instinktiv bedecken wollte. Klar das ihn das die Stirn runzeln ließ. Sein Gegenüber jedoch schien alles andere als geduldig zu sein. In einem Moment stand der Kerl noch drei Meter vor ihm, im nächsten landete Kit hart mit dem Rücken an einer der Hauswände. Sein Hinterkopf prallte schmerzhaft gegen den Stein. Der neuerliche Impuls aus Schreck und Pein ließ ihn Zähne fletschend knurren, als sich bereits kalter Stahl gegen seine Kehle presste. Und dann traf ihn ein derart gnadenloser Blick, das Kit die Luft weg blieb. Er spürte unnachgiebigen Druck auf seiner Brust, wo ihn der stählerne Körper fixierte. Fremde Finger umfassten seinen rechten Oberarm, als wollten sie ihm den Knochen brechen und alles das ihn urplötzlich erfasste war die widerlich vertraute Erkenntnis der Unterlegenheit. „Rede! Bist du Römer?“ Der Kerl stank bestialisch, sodass Kit den Kopf zur Seite drehen musste um überhaupt Luft zu kriegen ohne Gefahr zu laufen ihm auf die nackte Brust zu kotzen. Eine Regung die bei weitem nicht nur an der mangelnden Hygiene seines Gegenübers lag. Er wollte nicht das der Typ ihm so nahe kam. Er wollte nicht von ihm berührt werden. Schon gar nicht mit einer Wand im Rücken und einer starken Hüfte an seiner eigenen. Und wieder überrollte ihn das Bedürfnis nach seinem Rudel zu rufen, aber seine Kehle verließ kein Ton. Nicht einmal ein abwehrendes Knurren oder hilfloses Flehen. Einfach nichts. Alles was sein Körper in der Lage war zu produzieren waren heiße Tränen, die ihm auch das letzte bisschen Freiheit verschleierten. Sein Sicht.

Werwölfe. Mondanbeter. Die bösen Geister der Alten. All das habe ich von Klein auf gehört und all das bin ich.
Biest und Mensch, vereint in einem Körper. Und trotzdem kenne ich den Wolf kaum. Nur wenn der Mond sein ganzes Antlitz zeigt und der Schmerz der Verwandlung mein Bewusstsein in friedvolle Finsternis katapultiert, existiert dieser eine Moment.

[Bild: kit%20sigi2.png]
Der Übergang. Ein einziger Augenblick in dem der Wolf meine Seele streift, wir aneinander vorübergehen und ich die Hand in seinem dichten Fell vergraben kann. Und dann, ganz plötzlich wird aus Mensch und Biest eine Naturgewalt. Verbunden in silbernem Mondlicht.
Werwolf. Mondanbeter. Böser Geist der Alten. Nennt mich wie ihr wollt. Ich weiß was ich bin und dadurch ist meine Seele frei mit dem Wind zu laufen.
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RE: War of the damned - Christopher Crowley - 15.12.2021 06:15

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