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War of the damned
Gannicus & Christopher Crowley & Dwayne Morgan & Spartacus
Verfasser Nachricht
   15.12.2021, 09:33
Beitrag #3
Zitat

Junior Member
**



RE: War of the damned
Outfit + Umhang

Einstieg

Unter einem abgewetzten Umhang verborgen, den er herrenlos in einer der zahllosen Seitengassen gefunden hatte, harrte Dwayne nun schon seit Stunden im Schatten zweier niedriger Gebäude aus. Seine Sachen zu einem Bündel geknotet neben sich, brauchte er das PDA nicht um dem Lauf der Zeit zu folgen. Sie Sonne war langsam von Osten nach Westen gewandert, hatte ihren Zenit schon vor schätzungsweise vier bis fünf Stunden überschritten und begann, sich dem Horizont entgegen zu neigen. Und noch immer fehlte ihm jede Spur des Mannes, nach dem er unauffällig Ausschau hielt.
Anfangs war Dwayne verwirrt gewesen. Zugegeben, im Grunde war er das noch immer, doch mittlerweile hielten sachlicher Verstand und Überlebensinstinkt das Ruder fest in der Hand. Ihm war zwar noch immer nicht zu Ohren gekommen in welcher Stadt er sich befand, aber die Zustände sprachen für sich. Römer vegetierten angekettet wie Hunde an vielen Plätzen in eigenem Dreck, Blut und Selbstmitleid vor sich hin und die Männer und Frauen, die zuvor von ihnen unterdrückt worden waren, ergötzten sich an dem Fall ihrer einstigen Herren. Irgendeine Magie der Insel musste ihn hierher gebracht haben. Ob Unfall oder gezielte Aktion konnte er unmöglich einschätzen und wäre nicht ziemlich schnell der Name Spartacus gefallen, hätte er vermutlich noch immer Schwierigkeiten seine Lage einzuschätzen.

Jetzt konnte man natürlich spekulieren ob das gut oder schlecht für ihn war. Einerseits hatte er dadurch eine ziemlich genaue Vorstellung wie groß der Scheißhaufen war in dem er bis zum Hals watete. Andererseits könnte seine Lage kaum unangenehmer sein. Da er im Gegensatz zu Daryl in Geschichte nie gepennt hatte, war ihm klar das er sich mitten im 3. Sklavenkrieg befinden musste und früher oder später würde sein Versteckspiel auffliegen. Entweder weil jemand nicht einfach achtlos an ihm vorbei ging, oder weil er in eine der unzähligen Versuche verwickelt wurde den Aufstand nieder zu schlagen. So oder so, er musste sich etwas einfallen lassen und die für ihn sinnvollste Lösung lag in der Wurzel des Problems: Spartacus.
Leider gab es nicht viele zuverlässige Quellen was die Persönlichkeit des Rebellenführers anging. Sein Feldzug war blutig und gnadenlos. Welcher war das nicht? Im Gegensatz zu Vorgängern mit ähnlicher Anzahl an Beteiligten, sagte man ihm jedoch nach seinen Aufstand hervorragend organisiert und sinnlose Gewalt in seinem Heer verboten zu haben. Das sich das nicht zu 100 Prozent umsetzen ließ, verstand sich wohl von selbst. Doch wenn er eine Chance haben wollte lebend aus der Geschichte wieder raus zu kommen – vorausgesetzt es gab überhaupt einen Weg zurück – dann lag sie in den Händen dieses Mannes.

Dwayne musste jedoch feststellen das es gar nicht so einfach war jemanden in einer fremden Stadt zu finden, dessen Gesicht man nicht kannte. Auf Nachbildungen von Bildhauern und Künstlern, deren Werke erst Jahrhunderte nach dem Tod des angeblichen Thrakers entstanden, wollte er sich nicht verlassen. Also wählte er einen viel belaufenen Knotenpunkt und als die Sonne verschwand und der Dämmerung Platz machte, trug seine Geduld endlich Früchte.
„Spartacus.“
Dwayne hob, die Kapuze des Umhangs nur geringfügig in die Stirn gezogen damit es nicht aussah als hätte er etwas zu verbergen, den Kopf. Verflucht! Der Mann der auf den gerufenen Namen reagierte, lief jetzt zum dritten Mal an ihm vorbei. Er war ihm bereits aufgefallen, allein daran wie er sich bewegte, aber da das Heer aus mehr entflohenen Gladiatoren bestand als nur dem Thraker, war Dwayne sich unsicher gewesen. Jetzt konnte er zur Jagd übergehen.
„Agron sucht nach dir. Irgendwas wegen dem Schmied.“
Und schon setzten die beiden bewaffneten Männer sich in Bewegung. Direkt an ihm vorbei. Dwayne rutschte wie die Anderen aus dem Weg, den Kopf dabei etwas gesenkt. In Anbetracht der Dominanz die die beiden Kämpfer ausstrahlten dürfte das kaum ungewöhnlich sein.

Der ehemalige Kartellführer wartete bis sein Ziel um die nächste Ecke verschwand. Erst dann stand er auf und folgte ihnen unauffällig. Wenn möglich wollte er Spartacus allein antreffen. War der Mann wirklich so vernünftig und intelligent wie die Quellen behaupteten, durfte er nicht Gefahr laufen das er sich von einem seiner Heerführer bequatschen ließ. Und sollte sein Plan schief gehen, hätte er mit diesem einen Gegner mit Sicherheit schon alle Hände voll zu tun. Also ja, er musste dafür sorgen das sie unter sich waren wenn er das Gespräch suchte.
Und wie sich innerhalb der nächsten zwei Stunden raus stellte, dauerte das seine Zeit. Spartacus kümmerte sich beim Schmied offenbar um Waffennachschub, schlichtete danach eine überkochende Auseinandersetzung zwischen Sklaven und gefangenen Römern, die im Grunde eher ein Überfall Ersterer auf Letztere war und wurde dann in eine Diskussion bezüglich knapper Nahrungsmittel und Verschwendung jener an Gefangene verwickelt. Dwayne musste zugeben, tauschen wollte er mit dem Mann nicht.
Letztendlich folgte er Spartacus in eine weitere Gasse … und ging ihm damit direkt in die Falle. Der Angriff – wenn man es denn so nennen konnte – kam schnell und präzise. Allein Dwaynes Reflexe erlaubten es ihm den ersten Schlag abzuwehren und dem Mann zum ersten Mal auf Augenhöhe zu begegnen. „Ich bin nicht dein Feind.“ Noch hielt Spartacus sein Schwert nicht in der Hand, was ihm sagte das er Antworten wollte, nicht sofort seinen Kopf. Aber ein Blick in diese grünen Augen reichte um zu wissen das er bereit war auch mit bloßen Händen zu töten, sollte ihm nicht gefallen was er zu hören bekam. „Ich muss mit dir sprechen. Ungestört.“ Was im Klartext bedeutete, das Dwayne nicht vor hatte seine spontane Zeitreise hier auf der Straße zu erörtern.
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RE: War of the damned - .Dwayne Morgan - 15.12.2021 09:33

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