A voice that changes everything
Wooyoung Kang & Assaulth |
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Verfasser | Nachricht |
02.05.2023, 23:44
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.05.2023 00:00 von Assaulth.)
Beitrag #3
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RE: A voice that changes everything
Outfit
Okay, jetzt war es offiziell, er schnappte komplett über. Und das wollte bei der Wundertüte seiner Genmischung echt was heißen. Zum, wusste der Himmel wievielten Mal, zog Assaulth sich an der Querstange nach oben. Seine Muskeln spannten sich, bis sie deutlich unter der bronzefarbenen Haut hervor traten. Er hielt sein Gewicht für 10 Sekunden, kaum das sein Kinn knapp über dem kühlen Metall schwebte, dann ließ er sich kontrolliert wieder sinken. Atmete zweimal durch und schon ging es wieder rauf. Wie lange war er jetzt hier unten? Schwer zu sagen. Laufband, Kraftstation und Hantelbank hatte er schon durch. Sein Shirt lag irgendwo hinter ihm auf dem Rudergerät und seine Trainigsshorts waren völlig durch. Er spürte, wie ihm Schweiß über die Wirbelsäule Richtung Erdanziehung lief. Jeder beschissene Muskel in seinem Körper brannte und trotzdem konnte er nicht aufhören. Die wirklich einzige Konstante nebenbei war der sich stetig wiederholende Blick zum aufgeklappten Laptop. Das flache, silberne Teil stand etwa drei Meter neben ihm auf dem Boden und die Leitung war noch immer … tot. Assaulth spürte, wie sich seine Oberlippe zurück zog und wie er die Fänge bleckte, als könnte er das beschissene Netzwerk allein dadurch wieder zum laufen bringen. Was natürlich blöd war, das wusste er selber. Stur drehte er den Kopf zurück in Richtung Wand und nahm sein Höllenprogramm wieder auf. Warum auch nicht? Sein Körper brauchte das und im Augenblick hatte er eh nichts besseres zu tun. Wenn man mal davon absah, dass er eigentlich bei seinem verdammten Mann sein sollte! Jetzt! Der Vhylear knurrte tief in der Kehle, als sich der Wolf unter seiner Haut aufbäumte. Klar, als wenn das die Lösung wäre. Aber Scheiße, es waren mittlerweile 9 Tage. 9! Tage! Woo hatte keinen Ton von sich hören lassen und als er den Bruder Vishous darum bat, seinen letzten Standort zu lokalisieren, kam einfach mal gar nichts dabei raus. Der Blick des Kriegers hatte ihm einen eiskalten Schauer verpasst. Auch ohne nachzufragen hatte er gewusst, dass das absolut nicht normal war. Fuck! Unvermittelt ließ Assaulth los und landete mit beiden Füßen dumpf auf dem Linoleum. Er hatte keine Ahnung was er tun sollte, ohne Scheiß. Woo und er, sie kannten sich nur übers zocken. Er hatte nicht mal eine Ahnung wie der Andere aussah, weil er sich immer dagegen gewehrt hatte zu fragen, aus Angst dass der Kontakt dann abbrechen könnte. Alles was er hatte, war seine Stimme und bei der Jungfrau, die allein zerfetzte ihm jedes Mal das verfickte Hirn. Aus dem Augenwinkel nahm er plötzlich etwas auf dem Laptop wahr. Sofort fuhr sein Kopf herum. Sein brauner Blick huschte über das Display und keine Sekunde später, hockte Assaulth mit gekreuzten Beinen auf dem Boden, den Lappi auf dem Schoß. Hatte er schon erwähnt, dass er die ganze Zeit das Headset trug? Lieber nicht drüber nachdenken. „Hey.“ Heilige Scheiße! Assaulths Lider flatterten von ganz allein nach unten. In seinem Innern brach ein Sturm los, der einfach alles beinhaltete. Von Erleichterung, über Besitzgier bis hin zu sengend heißer Lust. Woos bloße Stimme, verbrannte ihm wortwörtlich den Pelz. „Hey“, erwiderte Aussaulth viel zu rau. Er biss sich hart auf die Lippen, um nicht ein 'Warum zum Teufel meldest du dich erst jetzt' hinterher zu schießen. Der Wolf in seinem Kopf knurrte ihn dafür an. Der Vampir zeigte ihm symbolisch den Mittelfinger. Was dachte sich dieses blöde Mistvieh? Glaubte er, ihm wäre es nicht lieber wenn Woo hier wäre? Bei ihm? Unter ihm? Aber das ging nicht, verfluchte Scheiße. Nicht einmal jetzt, wo er hier in Caldwell war. „Schön dich zu hören.“ Gütige Jungfrau im Schleier, der Kerl hatte ja keine Ahnung. Noch ein einziger Tag länger und Assaulth hätte keine Garantie mehr für irgendwas gegeben! „Geht mir auch so“, erwiderte er. „Ist ne Weile her.“ Shit. Das war ihm rausgerutscht. Zur Hölle, was konzentrierte er sich auch nur für eine Millisekunde auf was Anderes? Und sei es nur die Frage, an welche verdammte Wand er mit dem Arsch rutschen sollte, um sich bequem anlehnen zu können. Aber jetzt war es nun mal raus. Zurücknehmen konnte er es schlecht. „Wie.. wie geht’s dir?“ Sofort wurde Assaulth hellhörig. Was war das gerade? Fühlte er sich nicht wohl? Seine Stimmlage hatte sich verändert. Nur minimal, aber scheiß drauf. „Mir geht’s gut. Ist bei dir alles okay?“ Der trainierte Kämpfer in ihm hatte Blut geleckt. Seine Sinne fokussierten sich auf alles, was er hören konnte. Da waren Stimmen im Hintergrund. Ein Kind weinte. Irgendjemand hustete. Ein Mann. Assaulth zwang sich die Augen zu schließen und tief durchzuatmen. Der Drang, Woo beschützen zu wollen, und sei es nur vor einem hungrigen Neugeborenen, war so übermächtig, dass es ihm die Luft abschnürte. Er kannte das schon. Seit fast einem halben Jahr. Und trotzdem trat ihm diese Urgewalt immer wieder von Neuem frontal in die Eier. „Wie war dein Tag.. oder eher die letzte Woche?“ Und schwupps, da war er wieder. Dieser helle, neugierige Klang, der den Vhylear unweigerlich lächeln ließ. Assaulth ließ zu, dass ihn dieses positive Gefühl erdete. Darin hatte er langsam richtig Übung. Wenn der Rat geahnt hätte, wie einfach er zu zähmen war … Nein, DIESEN Gedanken führte er gar nicht erst weiter! „Ereignisreich“, gab Assaulth zurück und robbte ganz elegant mit dem verschwitzten Arsch über den Boden, bis seine Schultern gegen etwas hartes stießen. Er drehte den Kopf. Huh. Sieh an, die Kraftstation. Lange nicht gesehen. Assaulth zuckte die breiten Schultern und lehnte sich einfach dagegen. Nicht der komfortabelste Platz, aber egal. „Ich bin versetzt worden.“ Und wieder redete er ohne nachzudenken. Das frustrierte Knurren, das er sich gerade noch verbeißen konnte, wäre jetzt die Kirsche auf der Sahne gewesen. Bisher hatten sie nicht wirklich über ihre Jobs gesprochen. Assaulth war das ganz Recht gewesen, weil er Woo nicht hätte belügen wollen. Die meiste Zeit die sie sich kannten, hatte er in seiner kleinen Glaszelle gehockt. Sowas ließ sich schlecht als berufliche Anstellung verpacken. Aber wie eben, jetzt konnte er es nicht mehr zurücknehmen und vielleicht wollte er das auch gar nicht. Woo sollte mehr über ihn wissen. Irgendwie war ihm das wahnsinnig wichtig, obwohl es dem natürlichen Bestreben seiner Art komplett wiedersprach, unter dem Radar zu bleiben. „Was ist mit dir“, fragte er im Gegenzug und streckte die Beine aus, um die Knöchel zu überkreuzen. „Du bist gerade unterwegs, oder? Hört sich jedenfalls so an.“ |
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