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Demonic Turbulence
Dante & Hyeongjoon (+Yunjin) |
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Beitrag #1
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Demonic Turbulence
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Beitrag #2
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RE: Demonic Turbulence
Einstieg
Langsam rollte Dante die unscheinbare Waldstraße entlang, die vor rund 500 Metern von der Route 68 abgegangen war. Hierher verirrte sich wirklich nur, wer wusste was er finden würde. Also abgesehen von Wald, Bäumen, fickenden Eichhörnchen und noch mehr Wald. Unter seinem Hintern vibrierte der Turbomotor der nachtschwarzen Yamazuki XP360 wie ein unruhiges Biest, das nur darauf wartete endlich wieder Vollgas geben zu können, aber da musste er die kalte Schönheit leider enttäuschen. Und das lag nicht an dem gewaltigen vampirischen Mhis, das praktisch jede Realität für fremde Augen verschluckte. Er war kein Mensch. Nicht einmal sterblich. Demnach juckte ihn die Abwehr der Reißzähne in etwa so viel wie eine Fliege auf seinem morgendlichen Donut. Nämlich überhaupt nicht. Was ihn dagegen dauerhaft auf die Bremse treten ließ, war um einiges simpler. Mauern. Althergebracht und nach wie vor höchst effektiv, wenn ein Eindringling wie er seine kürzlich erst reparierte Hochleistungsmaschine nicht schon wieder gegen irgendeine Wand setzen wollte. Ergo mimte Dante zur Abwechslung mal den Durchschnittsbürger und wartete brav darauf, dass sich das gusseiserne Tor wie von Geisterhand vor ihm öffnete. Was – oh Wunder – sogar umgehend geschah. Die Vamps meinten die Zusammenarbeit mit ihm wirklich ernst. Der Nephilim rollte wieder an, nur um etwa 100 Meter weiter dabei zuzusehen, wie sich ein Teil der massiven Mauer nahezu geräuschlos zur Seite schob. Sechs Meter hoch, 50 Zentimeter dick und Stahl verstärkt, umschloss sie das gesamte Anwesen wie eine eiserne Faust des Schutzes und der Kontrolle. Da er nicht zum ersten Mal hier war, wusste er das aus erster Hand. Der Rest des Weges lag frei vor ihm. Bis die Straße zu einer breiten Auffahrt auffächerte und sich das monströse, dunkle Anwesen gegen den Nachthimmel erhob. Warmes Licht strahlte durch die Fenster nach draußen, als besäße das Teil tausend Augen. Steinerne Gargoyles starrten auf ihn herab. Wasser plätscherte leise im großen Brunnen inmitten der kiesbedeckten Auffahrt. Ohne lange zu überlegen, parkte Dante seine Maschine zwischen einem auf Hochglanz polierten lilanen GTO und dem filigranen Äquivalent dazu. Einem rundum pechschwarzen Hummer. Er schaltete den Motor ab und schwang sich von seinem eigenen Ungetüm, dass er nach einem Job vor etwa einem Jahr als Bezahlung einfach mitgenommen hatte. Der alte Besitzer hatte ins Gras gebissen und demnach ohnehin keine Verwendung mehr dafür. Wäre doch schade gewesen das Schmuckstück vergammeln zu lassen. Der Schlüsselchip verschwand in seiner Arschtasche, dann hielt Dante auf den pompösen Eingang zu. Seine Stiefel knirschten dabei auf dem hellen Kies und als er eine der alten Kupferlaternen passierte die hier noch dem Charme wegen für Licht sorgten, sah er ein paar Motten um das verwaschene Glas flattern. Wie Süchtige, immer der eigenen Vernichtung entgegen. Kannte er irgendwoher. Seit Kat fort war, befand er sich wieder auf direktem Weg in die Hölle. Sein Leben war leer und stumpf geworden. Schlafen, fressen, vögeln. Wie früher, bevor er ihr und Vergil begegnet war. Jobs nahm er nur noch an wenn Adrenalin und Schmerz alles waren das er fühlen wollte, oder wenn er wirklich absolut abgebrannt war und dringend Kohle brauchte, um nicht auch noch das letzte Bisschen zu verlieren, das ihn noch mit ihr verband. Ihren gemeinsamen Laden. Das Devil may Cry. Im Grunde war das auch der einzige Grund, warum er angefangen hatte für den König der Vampire zu arbeiten. Der Kerl mochte ein Arschloch sein, aber er zahlte gut. Und seine Beweggründe waren weit edler als man bei seinem Verhalten erwarten würde. Er schützte wofür er verantwortlich war, egal mit welchen Mitteln, und damit schwammen sie irgendwie auf einer Welle. Und mal ehrlich, ein paar untote Pissratten aus ihren Löchern zu treiben war besser, als für ein Dutzend durchgewichster Anzugträger die Drecksarbeit zu erledigen. Mit ein paar Ausnahmen. Aber die bestätigten ja bekanntlich die Regel. An der Tür drückte Dante die Klingel und schwups, keine Minute später stand er mitten in der farbenfrohen Eingangshalle. Direkt neben ihm, ein pflichtbewusstes Dienstmädchen. Für einen winzigen Moment überlegte der Nephilim sich von ihr ankündigen zu lassen, aber den Gedanken verwarf er genauso schnell wieder. Vishous wusste mit Sicherheit das er hier war. Schließlich hatte man ihm beim letzten Mal keinen Toröffner in die Hand gedrückt, was bedeutete das ihn der Technik-Bruder sehr wahrscheinlich reingelassen hatte. Und wenn der Bescheid wusste, wusste Wrath es auch. Also marschierte Dante über das beeindruckende Apfelbaummosaik auf die große Freitreppe zu, als ihn plötzlich das helle, vergnügte Lachen eines Kindes inne halten ließ. Einen Stiefel bereits fest auf der untersten Stufe, drehte der Nephilim den Kopf. Runzelte die Stirn. Hatte er sich verhört? Dante lauschte, doch das Geräusch kam nicht wieder. Seltsam. Yunjins kindliche Stimme mochte sich vielleicht in sein Gedächtnis gebrannt haben, aber Erstens war dieser Auftrag schon ne Weile her und Zweitens, was bitte sollte sie ausgerechnet an einem Ort wie diesem hier zu suchen haben? Das ergab erschreckend wenig Sinn dafür, dass sich sein Instinkt absolut sicher war. Vor allem als er mal kurz in sich rein horchte. Das Echo seiner eigenen Kraft, die er damals in die Kette für die Kleine transferiert hatte, pulsierte wie ein zweites Herz außerhalb seines Körpers. Und zwar keine 10 Meter entfernt. Scheiß auf Wrath. Dem musste er nachgehen. Wortlos wendete Dante sich wieder von der Treppe ab, was bei dem Dienstmädchen für unübersehbare Verwirrung sorgte, und folgte der Anziehung seiner eigenen Energie bis zu einem der Räume auf der rechten Seite. Die Tür stand offen und tatsächlich entdeckte er die kleine Koreanerin, wie sie gerade einen kürzeren Queue zur Halterung an einer der Wände trug, während ein erwachsener Mann einen Satz Billardkugeln in das dafür vorgesehene Dreieck auf bordeauxrotem Filz sortierte. Offenbar hatten die beiden ne Runde gespielt. Hier. Mitten unter beinharten Vampirkriegern. Gings nur ihm so, oder war das irgendwie crazy? „Jetzt sag mir nicht, das du deiner Familie schon wieder abhanden gekommen bist“, begrüßte der Nephilim den kleinen Wirbelwind gewohnt kompromisslos, während er die Arme vor der Brust verschränkte und sich lässig mit der rechten Schulter an den Türrahmen lehnte. Wohl wissend das seine Frage völliger Schwachsinn war. Gegen die Kraft die die Kleine schützte, kamen auch die Vampire hier nicht an, solange Wraths persönliches Federvieh seine Griffel nicht im Spiel hatte. Was Dante für ihn nicht hoffen wollte. Denn wenn doch, würde er dem Wichser den Arsch versohlen. Und zwar ordentlich. |
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